Sicherheitstheater

Manchmal nehme ich meine „Range Bag“ als praktische Reisetasche auch auf Flugreisen mit. Dabei hoffe ich, dass ich gründlich alle Munition vom letzten Schiessen auch wirklich aus der Tasche genommen habe, denn bis gestern dachte ich, dass auch die versehentliche Mitnahme von Munition bei der Sicherheitskontrolle Konsequenzen hätte.

"Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt."

„Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt.“

Heute habe ich die (Mut-)Probe aufs Exempel gemacht und bin mit einer Pufferpatrone im Gepäck durch die Sicherheitskontrolle. Ich hatte fest damit gerechnet, befragt zu werden. Allerdings wurden nur die üblichen Abfragen nach Flüssigkeiten gestellt, die ich ausnahmsweise in die vorgeschriebenen Beutel gepackt hatte. Die „Patrone“ dagegen fiel bei der Durchleuchtung des Handgepäcks nicht auf. Grund dafür war vielleicht, dass ich die „Patrone“ im Münzfach des Portemonnaies hatte. Das ist bei der Durchleuchtung auch fast unmöglich zu erkennen.

Man kann also anscheinend sicherheitsrelevantes Material ohne Probleme ins Flugzeug schleusen; offenbar wird diese Möglichkeit aber von niemandem genutzt. Wenigstens bin ich froh, mit dem Verpacken meiner Zahnpasta in einen separaten Plastikbeutel dazu beizutragen, die nicht enden wollende Anschlagserie islamistischer Terroristen auf Passagierflugzeuge zu unterbrechen.

Für den Laien ist die Pufferpatrone (links) nicht von der militärischen (motte) oder zivilen (rechts) zu unterscheiden.

Für den Laien ist die Pufferpatrone (links) nicht von militärischer (mitte) oder ziviler (rechts) Munition zu unterscheiden.

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